14.01.2018, von Dominik Helms

Neujahrsempfang

Memmingen (DH). Der THW Ortsverband Memmingen konnte bei seinem Neujahrsempfang ‎wieder viele Gäste begrüßen: Helferinnen und Helfer, Arbeitgeber, Vertreter aus Politik und ‎Wirtschaft sowie von den Feuerwehren, der Polizei und den ‎Katastrophenschutzbehörden. ‎

In seinem Rückblick auf das Jahr 2017 beleuchtete der Ortsbeauftragte Klaus Liepert einige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im THW Ortsverband Memmingen. Ein erster Blick galt dabei der Jugendgruppe, in der derzeit 16 Jugendliche unter dem Motto „Spielend Helfern lernen“ an die Technik des THW herangeführt werden. Liepert würdigte den Einsatz der Jugendlichen und ihrer Betreuer. Drei Junghelfer meisterten erfolgreich die Prüfungen zum Leistungsabzeichen in Bronze, einer zum Leistungsabzeichen in Silber. Ein wichtiger Höhepunkt im Jahr der THW-Jugend war die Großübung der Jugendgruppen von Feuerwehren, Rettungsdiensten und THW in Zell mit über 150 Nachwuchseinsatzkräften. „Wenn Menschen in Not sind und Hilfe brauchen, ist schnelle und effektive Team-Arbeit gefragt. Die Helferinnen und Helfer der verschiedenen Organisationen arbeiten Hand in Hand. Diese Erfahrung können Jugendliche nicht früh genug machen.“, so Liepert.  

 

Erfreut zeigte er sich über den Zuwachs an neuen Helferinnen und Helfern. So konnten im Jahr 2017 drei neue Einsatzkräfte ihren Dienst im Technischen Zug beginnen, und für die Grundausbildung 2018 stehen bereits neun Helferanwärterinnen und -anwärter in den Startlöchern. „Unser Helferstand weist damit gegen den Trend nach oben!“, freute sich Liepert. Als Ursachen machte er dabei einerseits die solide Arbeit in den klassischen Feldern der THW-Arbeit, aber auch das beständige Aufgreifen neuer Themen und Herausforderungen aus. Er dankte den Helferinnen und Helfern für ihr großartiges Engagement, dass sich in den insgesamt 17.098 Dienststunden der 113 Helferinnen und Helfer (darunter 16 Junghelfer) oder auch den mehr als 32.000 in Ausbildung und Einsatz zurückgelegten Kilometern in Zahlen fassen lasse. Auch 2017 haben sechs Helfer neben ihrem beruflichen Pensum wieder über 500 Stunden ehrenamtlichen Engagements ‎geleistet, was im Arbeitsleben dem Umfang von 25% einer Vollzeitstelle entspricht. ‎

 

Die Fachberater des THW Memmingen wurden auf örtlicher und regionaler Ebene insgesamt 31 Mal alarmiert, dabei kamen in zehn Fällen weitere Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes zum Einsatz und leisteten 1.258 Stunden technische Hilfe. Als ein Schwerpunkt erwies sich die Unterstützung der Anforderer mit Hilfe der im vergangenen Jahr beschafften Drohne, mit der die Helferinnen und Helfer Einsatzstellen aus der Luft beobachten und der Einsatzleitung aktuelle Luftbilder zur Verfügung stellen können. Dank ihrer Wärmebildkamera kann sie auch bei der Suche nach vermissten Personen effektiv eingesetzt werden. Bei insgesamt sechs Einsätzen wurde die neue Technik bereits im ersten Jahr angefordert. Liepert dankte der Stadt Memmingen, Round Table 34 und der Sparkasse Memmingen, die die Beschaffung der Drohne mit umfangreicher Ausstattung ermöglicht hatten, aber auch den an diesem Projekt beteiligten Helfern, insbes. Jonas Weidmann und Alexander Steur, die in zahllosen Stunden technische Lösungen für den Einsatz der Drohne im Katastrophenschutz entwickelten. Der zweite große Schwerpunkt im Einsatzgeschehen 2017 war die Beratung in Fragen der Baustatik. Baufachberater Stephan Zettler wurde zu fünf Einsätzen von Lindenberg im Allgäu bis Zusmarshausen in den Stauden angefordert und war auch 2018 schon wieder nach dem Orkan „Burglind“ im Einsatz, diesmal in Augsburg.

 

Die Einsatzszenarien des vergangenen Jahres zeigten wieder, wie wichtig eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen ist. Liepert zeigte sich dabei erfreut über die gute Kooperation mit den Feuerwehren von Stadt und Landkreis, den Rettungsdiensten und den verschiedenen Dienststellen der Polizei. Er dankte aber auch allen Sponsoren und Unterstützern, die eine sinnvolle Ergänzung der Ausstattung bei Großprojekten wie dem Stromerzeugungsaggregat im Jahr 2014 oder der Drohne im vergangenen Jahr aber auch im Kleinen und bei den Details ermöglichten, sowie den Firmen Max Wild, Kieswerk Kling und Zettler Bau, die den Helfern immer wieder unkompliziert Gelände für realistische Übungs- und Ausbildungsszenarien zur Verfügung gestellt haben.

 

In ihren Grußworten dankten Klaus Holetschek, MdL, Landrat Hans-Joachim Weirather und Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger den Helferinnen und Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Menschen in Stadt und Landkreis. Auch Brigitte Müller, die Leiterin der THW Regionalstelle in Kempten, dankte den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. Für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung des Projekts „Drohne“ wurde Jonas Weidmann mit dem Helferzeichen in Gold ausgezeichnet. Zahlreiche Helferinnen und Helfer konnten für ihre langjährige erfolgreiche Mitwirkung im ‎Ortsverband geehrt werden: Johannes Karrer (40 Jahre), Adolf Bräckle (30 Jahre), Raphael Thaler (20 Jahre) sowie Sebastian Bail, Philipp Baur und Stephanie Pellio (10 Jahre).  

 

Brigitte Müller nutzte den festlichen Rahmen, um eine besondere Berufung auszusprechen. Ortsbeauftragter Klaus Liepert, der seit vielen Jahren als Fachberater in Stadt und Landkreis tätig ist, wurde zum THW Fachberater oberhalb der Landkreisebene bestellt und steht damit bei Großschadens- und Katastrophenlagen den Leitungsstäben bis zur Landesebene als Berater zur Verfügung.

 

Im Anschluss an den offiziellen Festakt des Neujahrsempfangs konnten die Teilnehmer – verpflegt ‎von der Fachgruppe Logistik/Verpflegung – den Abend in intensiven Gesprächen ausklingen lassen.

 

Bilder: Florian Kispert


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