10.10.2018, von Peter Buß

Rudelweise Radlader in Straßberg

Über 200 THW-Helferinnen und THW-Helfer aus ganz Baden-Württemberg trafen sich am letzten Samstag in Straßberg zu einer groß angelegten Übung der Fachgruppen Räumen, Ortung und Führung und Kommunikation.

Gruppenbild vor toller Kulisse. Quelle: Thomas Müller, THW-Mediateam

Während Radlader, Teleskoplader und Bagger den Steinbruch der Firma Schotter Teufel in Straßberg gleich im Rudel in Beschlag nahmen, übte auf dem benachbarten Truppenübungsplatz Heuberg ein ganz anderes Rudel. Mehrere Fachgruppen Ortung trainierten dort die Suche nach Vermissten mittels Suchhunden und technischem Ortungsgerät wie Teleskopkameras und Akustiksensoren.

Beteiligt waren an der Übung weit über 200 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Aalen, Albstadt, Backnang, Biberach/Baden, Bühl, Crailsheim, Donaueschingen, Emmendingen, Freudenstadt, Friedrichshafen, Göppingen, Hechingen, Heidelberg, Heidenheim, Heilbronn, Karlsruhe, Kirchheim/Teck, Laufenburg, Leonberg, Mannheim, Memmingen, Münsingen, Neuenbürg, Neuhausen, Ofterdingen, Ostfildern, Neckargmünd, Pforzheim, Reutlingen, Rottenburg, Schorndorf, Sinsheim, Stuttgart, Trossingen, Tübingen, Villingen-Schwenningen und Wiesloch-Walldorf. Organisiert wurde die Übung maßgeblich von den Regionalstellen Göppingen und Tübingen.

Das von der Firma Schotter Teufel zur Verfügung gestellte Übungsgelände in dem riesigen Steinbruch ermöglichte den Helferinnen und Helfern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten mit den Bergeräumgeräten (Radladern) der Fachgruppen Räumen zu trainieren. Auf verschiedenen Untergründen konnten die Fahrerinnen und Fahrer mit den schweren Maschinen trainieren wie man Bäume oder Geröll von Straßen räumt, Flächen und Wege wieder befahrbar macht oder Bigbags möglichst effizient mit Sand befüllt.

Während im Steinbruch die Radlader Schwerstarbeit leisteten, taten dies auch die Spürnasen der Rettungshunde. Auf dem weitläufigen und mit allerlei Hütten und Gebäuden bebauten Bundeswehrübungsgelände trainierten die Hundeführer mit ihren kaltschnäuzigen Partnern die Suche nach Vermissten.
Ein waches Auge auf das Geschehen hatte unter anderem Sven Konstanzer aus dem Ortsverband Breisach. Der Leiter der Facharbeitsgemeinschaft unbemannte Luftfahrzeuge (ULF) im THW testete bei der Übung die Einsatzmöglichkeiten von Multicoptern zur Lagebeobachtung. Unter anderem wurde geprobt mittels spezieller Software aus vielen Einzelfotos, die mit den fliegenden Augen aufgenommen wurden, eine zusammenhängende, hochauflösende Karte des angenommenen Einsatzgebietes zu erstellen.

Ebenfalls vor Ort war das ESS-Team des Ortsverbandes Kirchheim/Teck, die den Steinbruch zum Training mit dem lasergestützten Einsatzstellen-Sicherungssystem nutzten und die Fachgruppen Logistik Verpflegung (Log V) aus Reutlingen, die sich um das leibliche Wohl der Helferinnen und Helfer kümmerte.

Ein Dank geht außerdem an das Bundesamt für Güterverkehr, das mit zwei Mitarbeitern vor Ort war. Schon bei der Anfahrt der Helferinnen und Helfer überprüften sie die Sicherung der schweren Maschinen auf den Tiefladern und standen den Helferinnen und Helfern den ganzen Übungstag hindurch für Fragen rund um die richtige Ladungssicherung zur Verfügung


  • Gruppenbild vor toller Kulisse. Quelle: Thomas Müller, THW-Mediateam

  • Der Mast-Kraftwagen des Weitverkehrstrupps kann nicht nur Funk-, sondern auch Telefon- und Wlan-Netze aufspannen. Quelle: Thomas Müller, THW-Mediateam

  • Mit der Searchcam lassen sich auch kleinste Hohlräume erkunden Quelle: Thomas Müller, THW-Mediateam

  • Neben Rettungshunden setzt das THW auch Akustiksensoren zur Suche nach Verschütteten ein. Quelle: Stephan Krauß, THW-Mediateam

  • Rettungshund Ben im Einsatz. Quelle: Carsten Höhne, THW-Mediateam

  • Sven Konstanzer, Leiter der FAG ULF, beim Start seines Multicopters. Quelle: Carsten Höhne, THW-Mediateam

  • Einsatz mit schwerm Gerät. Quelle: Stephan Krauß, THW-Mediateam

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