05.08.2021, von Dominik Helms

Einsatz im Ahrtal

Die Unwetterereignisse vom 14. Juli 2021 haben in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schwere Schäden angerichtet. Einsatzkräfte des THW Memmingen unterstützen die Bekämpfung der Unwetterfolgen in Rheinland Pfalz. Im Einsatz waren neben der Fachgruppe Räumen ein Zugtrupp sowie ein Fachberater.

Die Fachgruppe Räumen mit Bagger und LKW-Kipper aus Memmingen wurde gemeinsam mit Einheiten aus Günzburg, Kaufbeuren und Neu-Ulm in das Schadensgebiet im Ahrtal entsandt. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit war das Beräumen des Flusslaufes der Ahr mit schwerem Gerät. Umgestürzte Bäume und Treibgut, aber auch mitgerissene Gebäudeteile und Erdmassen werden entfernt, um einen ungehinderten Abfluss des Wassers sicherzustellen und so weitere Überschwemmungen bei erneuten Regenfällen zu verhindern.

Ein zweiter Einsatzschwerpunkt war der Bereich der Trinkwasserversorgung. Viele Bewohner des Ahrtals waren und sind von der Versorgung mit Trinkwasser abgeschnitten. Es sind nicht nur einzelne Wohngebäude und Häuser, sondern ganze Ortschaften ohne Zugang zu fließendem Trinkwasser.

Im Zusammenwirken verschiedener Einheiten des THW mit einer Fachfirma wurde eine neue öffentliche Trinkwasserleitung verlegt, die die Versorgung von 14 Orten im Ahrtal mit fließendem Wasser bis auf die Ortsebene ermöglicht. Rund 250 Meter der bisherigen Trinkwasserleitung waren von den Fluten mitgerissen und zerstört worden. Eine besondere Herausforderung war, dass die Leitung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten streckenweise in und über die Ahr verlegt werden musste. Die Rohre wurden über Land mit Baggern bewegt und transportiert, fachgerecht verbunden und zu Wasser mit Pontons in Position gebracht.

Der Ortsbeauftragte und Fachberater des THW Memmingen, Klaus Liepert, war als Fachberater in der Technischen Einsatzleitung Bad Neuenahr-Ahrweiler eingesetzt, die im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz sämtliche Maßnahmen der Schadensbekämpfung koordiniert und steuert. In seiner Funktion informierte und beriet er die Einsatzleitung über die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten des THW bei den verschiedensten Einsatzaufgaben in den unterschiedlichen Einsatzbereichen. Zur Unterstützung der insgesamt dreiköpfigen Fachberatergruppe war ein Zugtrupp mit Einsatzkräften aus Memmingen und Kempten vor Ort.

Ein weiterer Helfer ist seit heute wieder auf dem Weg in das Schadensgebiet, um gemeinsam mit der Fachgruppe Führung und Kommunikation vor Ort eine Führungsstelle zu betreiben.

Das THW aus Bayern ist mit rund 500 Einsatzkräften in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Schwerpunkt des THW-Einsatzes ist die Wiederherstellung kritischer Infrastruktur. Das THW wird den Einsatz auch in den kommenden Wochen nachhaltig weiterführen.


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