21.06.2018, von Dominik Helms

THW und Hochwassereinsätze

Der Technische Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung des Ortsverbandes unterstützt eine Fortbildungsveranstaltung der vom Wasserwirtschaftsverband Baden Württemberg e.V. getragenen, gemeinnützigen WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung. Rund 35 Gewässerführer aus Baden Württemberg befassen sich u.a. mit Fragen des Hochwasserschutzes im Umfeld der Iller und der Eschach.

Die diesjährige Fortbildung der Gewässerführer in Baden Württemberg wurde von Antonia Bohner von der WBW-Fortbildung sowie von Christof Zahalka, der als ehrenamtlicher Helfer im Ortsverband Memmingen aktiv ist, vorbereitet und organisiert. Schwerpunkte waren die Themen Hochwasserschutz im Katastrophenschutz, das Steinstallbecken an der Eschach bei Urlau, das Taufach-Fetzach Moos, das Wurzacher Ried und die Iller.

Als Technischer Berater für Hochwasserschutz und Deichverteidigung erläuterte Dominik Helms den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedliche Prozesse der Hochwasserentstehung und die sich ergebenden Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten von Maßnahmen im akuten Hochwasserfall. Gerade die derzeit intensiv diskutierten Starkregenniederschläge stellen die Einsatzkräfte aufgrund der kurzen Vorwarnzeit und der schlechten Vorhersagbarkeit vor neue Herausforderungen. Ein Ausblick auf die Verwendung von Sandsäcken im Hochwasserschutz gab einen Einblick in den Aufbau von Deichen an Fließgewässern und die im Kontext von größeren Flusshochwassern möglichen Deichverteidigungsmaßnahmen. Die anschließende Exkursion zum Steinstallbecken bei Urlau (Leutkirch) zeigte Möglichkeiten eines vorbeugenden Hochwasserschutzes am Beispiel eines Hochwassrückhaltebeckens an der Eschach auf. Gewässerführer Chirstof Zahalka erläuterte bei der anschließenden Führung durch das Taufach-Fetzach Moos einerseits die ökologischen und geographischen Hintergründe dieses Moorgebietes und seine Bedeutung für den Hochwasserschutz.

In Baden-Württemberg gibt es mehr als 100 ausgebildete Gewässerführer die unter dem Motto "Lieber nasse Füße als trockenes Wissen" ihr Gewässerwissen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergeben. Die Führungen variieren entsprechend der regionalen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben von Quellenerlebnispfaden bis zu Wasser-Rallys und Flusserlebnissen in der Stadt. Informationen zur Arbeit der Gewässerführer bietet die Homepage der WBW Fortbildung.

 

 


Alle Bildrechte liegen bei der WBW Fortbildungsgesellschaft: https://www.wbw-fortbildung.net/pb/,Lde/Home/Taetigkeiten/Gewaesserfuehrer.html




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