Am Abend des 27. Juli 2025 wurde unser Ortsverband um 20:35 Uhr zu einem überörtlichen Einsatz nach Riedlingen in Baden-Württemberg alarmiert. Anlass war ein schwerer Bahnunfall: Ein Regionalzug der Linie RE55 war mit rund 100 Fahrgästen entgleist und dabei massiv beschädigt worden. Infolge des Unglücks kam es zu mehreren teils schwer Verletzten sowie drei Todesopfern.
Die örtlichen Einsatzkräfte forderten auch das THW zur weiteren Unterstützung an, insbesondere für die technische Ortung, Lageübersicht mittels Drohne aus Weingarten und Ausleuchtung der Einsatzstelle im Rahmen der Vermisstensuche. Unser Ortsverband wurde daraufhin mit der Fachgruppe Ortung Typ C sowie Fachberater bzw. unserem Zugführer alarmiert.
Noch in den Abendstunden machten sich 11 Helfer mit drei Fahrzeugen und einem spezialisierten Ortungssystem zur Handyortung auf den Weg nach Riedlingen. Das erste Fahrzeug erreichte die Einsatzstelle bereits etwa 50 Minuten nach der Alarmierung.
Vor Ort erhielten unsere Einsatzkräfte den Auftrag, die entgleisten und schwer deformierten Triebwagen nach möglicherweise noch vermissten Personen abzusuchen. Das Gelände rund um die Unfallstelle war unwegsam, teils nur schwer zugänglich. Mithilfe von Wärmebild- bzw. Endoskopkameras wurde zwischen den vier Wagen systematisch nach Überlebenden gesucht.
Die Zusammenarbeit mit den Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und weiteren THW-Einheiten aus der Region verlief reibungslos und professionell. Nach mehreren Stunden intensiver Suche konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Es befanden sich keine weiteren Personen mehr im Zug, die vermisst oder eingeklemmt waren.
Der Einsatz unserer Kräfte endete weit nach Mitternacht mit der Rückfahrt zu unserer Unterkunft.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Organisationen und Einsatzkräften für die hervorragende Kooperation unter schwierigen Bedingungen.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der drei Verstorbenen und allen Betroffenen dieses tragischen Ereignisses.